Therapieansatz & Behandlungsmethoden
Wir sind davon überzeugt, dass es keine universelle Methode gibt, die für alle Menschen gleichermaßen geeignet ist. Deshalb arbeiten wir methodenübergreifend und passen unseren Ansatz individuell an – abgestimmt auf deine Beschwerden, deine Geschichte und deine Ziele.
Unsere Grundhaltung ist dabei ressourcenorientiert: Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch gesunde Anteile mitbringt, auf die wir gemeinsam in der Behandlung aufbauen können. Die therapeutische Beziehung bildet dabei das Fundament jeder Arbeit.
Je nach Störungsbild und individuellem Bedarf kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz – von etablierten verhaltenstherapeutischen Methoden über spezialisierte traumatherapeutische Ansätze bis hin zu gerätegestützten Verfahren. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Praxis liegt im Bereich der Traumatherapie, wo wir über eine fundierte Ausbildung in mehreren international anerkannten Methoden verfügen.
Englisch, Französisch, Persisch (Farsi).
Unser multimodaler Ansatz vor allem bei komplexen Störungsbildern
Besonders bei komplexen Störungsbildern – wie der komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (kPTBS) und deren häufigen Begleiterkrankungen – reicht ein einzelnes Verfahren oft nicht aus. Unser Behandlungsansatz berücksichtigt deshalb gleichzeitig die physiologische, die neurologische und die psychologische Dimension und folgt einem aufeinander aufbauenden Dreiphasen-Modell:
Phase 1 – Physiologische Stabilisierung Mit Biofeedback – insbesondere Herzratenvariabilitäts- und EMG-Training – lernen Betroffene, ihr autonomes Nervensystem aktiv zu regulieren. Das schafft die körperliche Grundlage, die für eine wirksame therapeutische Arbeit notwendig ist.
Phase 2 – Neurophysiologische Modulation Repetitive Transkranielle Magnetstimulation (rTMS) wird gezielt eingesetzt, um dysregulierte neuronale Muster zu beeinflussen – etwa Übererregung, emotionale Taubheit oder Intrusionen. Sie bereitet das Gehirn auf die nachfolgende psychotherapeutische Arbeit vor.
Phase 3 – Traumafokussierte Psychotherapie Auf dieser stabilisierten Grundlage beginnt die eigentliche Traumaverarbeitung – unter anderem mit der Narrativen Expositionstherapie (NET), die dabei hilft, fragmentierte Erinnerungen in eine kohärente Lebensgeschichte zu integrieren und deren emotionale Belastung zu reduzieren.
Dieses multimodale Therapiemodell wurde von Dr. Khashayar Pazooki entwickelt, wissenschaftlich publiziert und wird am Traumainstitut Luxemburg angewendet.
Unsere Behandlungsmethoden im Überblick
Psychotherapeutische Verfahren
- Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)
- Operante Verfahren
- Konfrontationsverfahren
- Stressmanagement
- Problemlösetraining
- Entspannungstechniken & Achtsamkeit
- Schematherapie
- Ego-State-Therapie
Traumaspezifische Therapien
- Narrative Exposure Therapy (NET)
- Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR)
- Narrative Trauma Imaging and Reprocessing (NTIR)
- Brainspotting (BSP)
- Comprehensive Resource Model (CRM)
- Narrative Umstrukturierung
Gerätegestützte Verfahren
Diese Verfahren werden von der CNS nicht rückerstattet.
- Biofeedback (BFB)
- Neurofeedback (NFB)
- Repetitive Transkranielle Magnetstimulation (rTMS)
- Cogpack – computergestützte kognitive Therapie
Diagnostik & Beratung
- Neuropsychologische und psychometrische Testungen
- Kognitive Reaktions- und Leistungstests
- Somnographische Exploration
- Psychopädagogische Beratung inkl. Familienberatung (nicht rückerstattet von der CNS)